Clinical & Medical Affairs

Market Access Strategie.

Market Access Strategie ist die Vorabplanung von Reimbursement-Anforderungen, Pricing-Korridoren und Stakeholder-Positionen für Pharma- und MedTech-Produkte — typischerweise ab Phase 2, nicht zum Launch. Wir denken HTA, AMNOG-Komparator und Payer-Logik mit, bevor das Studiendesign steht. Senior-geführt, für DACH, EU und US.

Strategische market access planung auf papier

Warum scheitert Marktzugang trotz erfolgreicher Zulassung?

Die EMA- oder CE-Zulassung garantiert noch lange keine Erstattung. Viele innovative Produkte scheitern kommerziell, weil Payer-Anforderungen zu spät in den Entwicklungszyklus integriert wurden:

  • Unterschiedliche HTA-Anforderungen. Was der G-BA nach §35a SGB V verlangt, reicht NICE in UK oder HAS in Frankreich oft nicht aus. NICE bewertet zusätzlich Cost-Effectiveness mit Schwellen von 20.000–30.000 £/QALY — ein rein EMA-fokussiertes Studiendesign fällt durch.
  • Falsches Timing. Wird die Market-Access-Strategie erst nach Phase 2b begonnen, ist das klinische Design oft eingefroren. Patientenrelevante Endpunkte (Mortalität, Morbidität, Lebensqualität nach IQWiG-Methodenpapier) fehlen dann unwiderruflich.
  • Evidenz vs. Value. Klinische Evidenz isoliert reicht nicht. Sie muss mit dem Value Dossier verzahnt werden — die fünf G-BA-Zusatznutzen-Kategorien (von „erheblich” bis „nicht belegt”) entscheiden über den Erstattungspreis bei der frühen Nutzenbewertung.
  • Stakeholder-Komplexität. Unklare Analyse, welche Akteure (G-BA, IQWiG, GKV-Spitzenverband, Fachgesellschaften, Patientenorganisationen) im AMNOG-Verfahren tatsächlich Einfluss auf den Erstattungspreis haben.
Steht Ihr klinisches Studiendesign bereits — und erfüllt es die Kriterien, die Payer in drei Jahren für den Erstattungspreis fordern werden?
Detailanalyse von market access payer landschaften

Unsere Market-Access-Leistungen.

Wir reduzieren das Pricing-Risiko vor dem First-in-Human und verkürzen die Time-to-Reimbursement durch Vermeidung unnötiger Doppelstudien.

Market Access Strategie — Pharma
Umfassende Payer Landscape Analyse für DACH, EU und US. Stakeholder-Mapping (G-BA, IQWiG, GKV-Spitzenverband), Vorbereitung des Beratungsgesprächs nach §35a SGB V, Evidence Gap Analysis und Parallel-Submissions für Early Scientific Advice bei EMA und FDA. Aufbau des Nutzendossiers in enger Abstimmung mit der frühen Nutzenbewertung.
Launch Sequencing & Pricing (Pharma)
Entwicklung einer Launch-Sequenz, die Spillover-Effekte im Rahmen des External Reference Pricing (ERP) über mehr als 20 EU-Länder hinweg minimiert. AMNOG-Vorbereitung mit Komparator-Analyse, Berücksichtigung des §130a-SGB-V-Rabattvertrags-Umfelds und Aufbau der Verhandlungsposition für den GKV-Spitzenverband.
Market Access Strategie — MedTech & IVD
Cross-funktionale Strategieentwicklung für stationären und ambulanten Markt. Begleitung von NUB-Anträgen, §137h-SGB-V-Verfahren für Hochrisikoprodukte (Klasse IIb/III mit neuem theoretisch-wissenschaftlichem Konzept), Methodenbewertungs-Strategien und NICE-MTEP-Pfaden. Aufnahme ins Hilfsmittelverzeichnis nach §139 SGB V.
Krankenhaus-Erstattung (MedTech)
Tiefgreifende Beratung zur DRG- und EBM-Erstattungslogik, OPS-Code-Strategie, Methodenbewertungs-Pfade und Positionierung bei Krankenhaus-Einkaufsgesellschaften (Sana, Helios, Asklepios). Vorbereitung von NUB-Entgelten zur Sicherung der Hospital-Vergütung in der Markteinführungsphase.

Häufige Fragen zur Market Access Strategie.

Wann sollte Market Access mit am Tisch sitzen — Phase 2 oder Phase 3?
Die Strategie muss zwingend in Phase 2 auf dem Tisch liegen. Sobald das Protokoll für die Phase-3-Pivotalstudien finalisiert ist, sind die Weichen gestellt. Fehlt hier der passende Komparator oder der von HTA-Behörden geforderte Endpunkt, lässt sich das nach Zulassung nicht mehr reparieren.
Wie unterscheidet sich Market Access für Pharma vs. MedTech in DACH?
Pharma durchläuft das streng formalisierte AMNOG-Verfahren mit G-BA und IQWiG zur Preisbildung. MedTech hat diesen zentralen Pfad nicht: Erstattung läuft dezentral über DRGs im stationären Bereich, über das Hilfsmittelverzeichnis nach §139 SGB V, NUB-Anträge oder individuelle Kassenverträge. Die Strategien weichen daher fundamental ab.
Welche Rolle spielt RWE in der Strategie?
Real-World Evidence wird immer wichtiger, um Lücken aus RCTs (Randomized Controlled Trials) zu schließen — besonders bei Orphan Drugs oder ethisch schwierigen Kontrollgruppen. Eine gute Market Access Strategie plant den Einsatz von RWE (z.B. aus Registern) von Anfang an als Brücke für HTA-Einreichungen mit ein.
Was kostet eine Market-Access-Strategie typischerweise?
Das Budget hängt von der Komplexität (Zahl der Indikationen, Zahl der Zielmärkte) ab. Ein initiales Stakeholder- und Payer-Landscape-Mapping startet meist bei einem mittleren fünfstelligen Betrag. Angesichts von Millionenverlusten durch suboptimale Erstattungspreise ist dieses Early-Investment der höchste ROI im Produkt-Lebenszyklus.
Wie lange dauert die Entwicklung einer Market-Access-Strategie?
Eine initiale Payer Landscape Analyse mit Stakeholder-Mapping dauert vier bis acht Wochen. Eine vollständige Market-Access-Strategie mit HTA-Komparator-Analyse, Evidence Gap Analysis und Launch-Sequenz für drei bis fünf Zielmärkte umfasst typischerweise drei bis sechs Monate. Frühzeitige Einbindung in Phase 2 verkürzt spätere Anpassungsschleifen erheblich.

Reimbursement vor Phase 3 mitdenken — nicht erst zum Launch.

Pricing-Risiko vor First-in-Human reduzieren und Time-to-Reimbursement verkürzen. Vermeiden Sie Doppelstudien durch ein frühes, strategisches HTA-Alignment mit unserem Senior-Team. Antwort innerhalb von 24 Stunden, kostenfreies Erstgespräch.

Sprechen Sie mit unseren Market Access Experten.

Teilen Sie uns mit, an welchem Punkt der klinischen Entwicklung Sie stehen. Wir skizzieren gemeinsam Ihren HTA- und Pricing-Pfad.