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Entourage

Wie stellen Sie bei einem GMP-Neubau oder -Umbau sicher, dass die erste regulatorische Inspektion bestanden wird und der erste kommerzielle Batch termingerecht freigegeben werden kann?

Wir integrieren das gesamte CQV-Programm (Commissioning, Qualification und Validation) von der Planungsphase an in den Bauprojektplan, nicht als nachgelagerte Qualitätsprüfung, sondern als parallelen Prozessstrang. Entourage bringt qualifizierte CQV-Expertise direkt in Ihr Projektteam ein und verbindet Engineering, QA und Regulatory so, dass FATs und SATs bereits als IQ-Grundlage dienen, Abweichungen in einem gemeinsamen Register über alle Gewerke geführt werden und das Qualifizierungspaket mit Abschluss der Bauarbeiten vollständig ist. Der entscheidende Schritt passiert vor dem ersten Spatenstich: Wer Akzeptanzkriterien erst definiert, nachdem Equipment bestellt wurde, führt eine Dokumentationsübung durch. EU GMP Annex 15, ISPE Baseline Guide und PIC/S PI 006-3 setzen den Rahmen, in dem Qualifizierungsaktivitäten mit dem Projektplan verknüpft werden.

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  • Biotech

Überblick

Warum scheitern CQV-Programme in der Praxis?

CQV-Programme über sterile Fill-Fill-, Biotech-API- und OSD-Anlagen in EU- und FDA-regulierten Umgebungen

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-18

Einen GMP-Neubau auf Zeit und Budget zu liefern ist schwierig genug. Ihn durch die regulatorische Qualifizierung zu führen, während gleichzeitig Dutzende Gewerke, Lieferanten und interne Stakeholder koordiniert werden, ist der Punkt, an dem Programme kollabieren. Vier Muster wiederholen sich projektübergreifend:

  • Keine einheitliche Qualifizierungsstrategie: Mehrere Gewerke und Lieferanten arbeiten ohne gemeinsames Dokumentationsframework und ohne abgestimmte Akzeptanzkriterien. Jeder Auftragnehmer definiert 'qualifiziert' nach eigener Logik, ohne Bezug zum gemeinsamen Qualifizierungspaket.
  • Entkoppelte Engineering- und QA-Dokumentation: FAT- und SAT-Records sind nicht auf IQ/OQ/PQ-Protokolle abgestimmt. Das erzwingt redundante Testläufe und verzögert die Freigabe, weil derselbe Systemnachweis in zwei verschiedenen Formaten erbracht werden muss.
  • Qualifizierung als nachgelagerter Schritt: Komprimierte Bauzeitpläne verführen dazu, CQV-Aktivitäten ans Ende der Bauphase zu verschieben. Wenn die Engineering-Meilensteine erreicht sind, ist die Dokumentation unvollständig, das Deviation Log unkontrolliert und die regulatorische Inspektion Wochen entfernt.
  • Inspection-Readiness-Lücken: Unvollständige Qualifizierungspakete, offene Abweichungen ohne CAPA und fehlende Risikobewertungen lassen Anlagen ohne Puffer in eine Pre-Approval Inspection (PAI).

Leistungen

Wie wir Sie unterstützen

Qualification Master Plan & Strategie

Wir entwickeln den QMP, stimmen alle Gewerke auf ein gemeinsames Qualifizierungsframework ab und definieren Akzeptanzkriterien bevor Equipment bestellt wird. Deliverable: QMP mit vollständigem Qualifizierungsumfang, Verantwortlichkeitsmatrix und Entscheidungslogik für alle GMP-kritischen Systeme und Utilities.

Parallele Qualifizierung & Bau (IQ/OQ/PQ)

CQV-Aktivitäten werden mit dem Bauzeitplan synchronisiert. FATs, SATs, IQs und OQs werden geplant, ausgeführt und abgeschlossen ohne ein Dokumentations-Backlog aufzubauen. Deliverable: laufend aktualisiertes Qualifizierungspaket, das mit Abschluss der Bauarbeiten vollständig ist.

Abweichungs- und CAPA-Management

Wir führen ein Live-Deviation-Register über alle Gewerke, klassifizieren jede Abweichung nach regulatorischer Auswirkung und schließen CAPAs vor der Inspektion ab. Deliverable: vollständiger Audit Trail für EU- und FDA-Inspektoren ohne offene kritische Befunde beim Handover.

Inspection Readiness & PAI-Begleitung

Wir führen Mock-Inspektionen durch, schließen Dokumentationslücken und bereiten das interne Team auf die Behördeninspektion vor. Entourage ist bei der eigentlichen Pre-Approval Inspection vor Ort. Deliverable: vollständiges Inspektionspaket und qualifiziertes Team für die PAI.

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Worauf es ankommt

Ein CQV-Programm (Commissioning, Qualification und Validation) ist kein Prüfungsblock am Ende eines Bauprojekts, sondern ein paralleler Prozessstrang, der mit dem Engineering-Design beginnt und mit der Produktfreigabe endet. Der entscheidende Unterschied liegt in der Qualifizierungsplanung vor dem ersten Spatenstich: Wer Akzeptanzkriterien definiert, nachdem das Equipment bereits bestellt wurde, führt eine Dokumentationsübung durch, keine belastbare Qualifizierung. EU GMP Annex 15 und das ISPE Baseline Guide für Commissioning and Qualification setzen den Rahmen, in dem CQV-Aktivitäten mit dem Projektplan verknüpft werden.

Der kritische Engpass ist die Schnittstelle zwischen FAT/SAT und IQ/OQ. Ein Factory Acceptance Test, der isoliert als Lieferantenabnahme dokumentiert wird, ist im besten Fall verlorene Qualifizierungsarbeit. Wer FAT-Protokolle von Beginn an so konzipiert, dass sie direkt als IQ-Grundlage verwendbar sind, eliminiert redundante Tests, vermeidet Inkonsistenzen zwischen Abnahmedokumentation und Qualifizierungspaket und schließt die erste Systemqualifizierung in dem Moment ab, in dem das Equipment in Betrieb genommen wird.

In der Abweichungsbewältigung liegt das zweithäufigste Scheitermuster: Wenn Generalunternehmer, Utility-Lieferant und Prozessanlagenlieferant Abweichungen in getrennten Listen führen, gibt es keinen konsolidierten Audit Trail. Eine Pre-Approval Inspection (PAI) bewertet nicht nur die Abweichung selbst, sondern den Nachweis, dass alle Befunde bekannt waren, risikobewertet wurden und entweder geschlossen sind oder in einem CAPA mit nachvollziehbarem Zeitplan stehen. Ein gemeinsames Deviation Register über alle Gewerke ist keine optionale Strukturmaßnahme, sondern Voraussetzung dafür, dass dieses Bild in einer Inspektion vollständig und lückenlos präsentiert werden kann.

Unser Vorgehen

Unser Vorgehen

01

Design & Commissioning-Phase

P&IDs, URS und FAT/SAT-Protokolle im Engineering-Design überprüft. Qualifizierungsanforderungen vor der Equipmentbestellung erfasst. Commissioning in einem Format dokumentiert, das direkt als IQ-Grundlage verwendbar ist.

02

Qualifizierungsphase (IQ/OQ/PQ)

Installations-, Betriebs- und Leistungsqualifizierungen ausgeführt oder als delegierte QA-Funktion reviewed und freigegeben. Risikobasierter Qualifizierungsumfang: jedes GMP-kritische System qualifiziert in der erforderlichen Tiefe, nicht überqualifiziert wo nicht nötig.

03

Validierung & Freigabe erster Batch

Prozessvalidierung, Reinigungsvalidierung und Media Fills in der qualifizierten Anlage ausgeführt. Vollständiger Validierungszusammenfassungsbericht und Inspektionspaket vorbereitet. Projektteam durch die regulatorische Inspektion bis zur ersten kommerziellen Produktfreigabe begleitet.

Typische Stolperfallen

Woran Projekte häufig scheitern

Qualifizierung beginnt erst wenn der Bau fertig ist.

Dann ist das Dokumentations-Backlog bereits aufgelaufen, die Inspektionsfrist rückt näher und jede offene Abweichung wird zur Eskalation. EU GMP Annex 15 verknüpft Qualifizierungsaktivitäten explizit mit der Projektplanung, nicht mit einem nachgelagerten Ereignis.

FAT und SAT werden nicht als IQ-Grundlage konzipiert.

Wer FAT-Records in einem proprietary Lieferantenformat abnimmt und danach eine separate IQ aufbaut, testet denselben Systemzustand zweimal. Das kostet Zeit, erzeugt Inkonsistenzen und wird von FDA-Inspektoren als Indiz für mangelhafte Planung gewertet.

Kein gemeinsames Abweichungsregister über alle Gewerke.

Wenn Generalunternehmer, Utility-Lieferant und Prozessanlagenlieferant Abweichungen in eigenen Listen führen, gibt es keinen konsolidierten Audit Trail und kein belastbares Gesamtbild aller kritischen Befunde vor der PAI.

PQ und Prozessvalidierung werden nicht synchronisiert.

Wer die Leistungsqualifizierung abschließt, ohne den Prozessvalidierungsplan abgestimmt zu haben, riskiert, dass Parameter, die sich in der Prozessvalidierung als kritisch erweisen, in der PQ nicht ausreichend herausgefordert wurden.

Konstruktionsänderungen ohne Change Control.

Änderungen am ursprünglich qualifizierten Design ohne formales Change-Control-Verfahren machen bereits abgeschlossene IQ/OQ-Dokumentation ungültig, was oft erst dann auffällt, wenn die Inspektion bevorsteht.

FAQ

Häufige Fragen

Der QMP definiert den gesamten Qualifizierungsumfang der Anlage: welche Systeme, Utilities und Prozesse zu qualifizieren sind, nach welchen Kriterien, in welcher Reihenfolge und mit welchen Verantwortlichkeiten. Er ist das zentrale Steuerungsdokument, mit dem Baufortschritt und Qualifizierungsaktivitäten synchronisiert werden. ISPE Baseline Guide und PIC/S PI 006-3 geben den inhaltlichen Rahmen vor.

Quellen
  • EU GMP Annex 15: Qualification and Validation (EudraLex Vol. 4, überarbeitete Fassung)
  • EU GMP Annex 1: Manufacture of Sterile Medicinal Products (Revision 2022)
  • FDA Guidance for Industry, Process Validation: General Principles and Practices (Januar 2011)
  • ICH Q10: Pharmaceutical Quality System
  • ISPE Baseline Guide: Commissioning and Qualification (2nd Edition)
  • PIC/S PI 006-3: Recommendations on Validation Master Plan, IQ, OQ
  • ASTM E2500: Standard Guide for Specification, Installation and Qualification
  • Entourage, cqv.theentourage.de (Ursprungsquelle, Stand März 2026)

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Berücksichtigte Verordnungen & Normen

  • EU GMP Annex 15 (Qualifizierung und Validierung, EudraLex Vol. 4)
  • EU GMP Annex 1 (Herstellung steriler Arzneimittel, Revision 2022)
  • EU GMP Leitfaden Teil I, Kapitel 4 (Dokumentation) und Kapitel 5 (Produktion)
  • 21 CFR Part 211 (cGMP for Finished Pharmaceuticals)
  • FDA Guidance for Industry, Process Validation: General Principles and Practices (Januar 2011)
  • ICH Q10 (Pharmaceutical Quality System)
  • ISPE Baseline Guide: Commissioning and Qualification (2nd Edition)
  • ASTM E2500: Standard Guide for Specification, Installation and Qualification of Pharmaceutical Production Equipment
  • PIC/S PI 006-3: Recommendations on Validation Master Plan, Installation and Operational Qualification

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Schildern Sie uns kurz Ihre Ausgangslage. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung, in der Regel innerhalb eines Werktags.

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