Pharma
- Was gilt
- EU-GMP-Leitfaden Annex 15 regelt Qualifizierung und Validierung, für sterile Arzneimittel zusätzlich Annex 1.
Wir begleiten die Verification and Validation von der Design-Verifikation bis zur Prozessvalidierung mit IQ, OQ und PQ, geplant nach ISO 13485:2016 und den GMP-Anforderungen. Verweist ein Testfall nicht eindeutig auf einen Design Input oder eine Prozessspezifikation, prüfen Benannte Stelle und Inspektor die Lücke in der Traceability statt das Produkt.
Überblick
Design-V&V und Prozessvalidierung über Pharma, Biotech, MedTech & IVD · ISO 13485:2016, GMP (IQ/OQ/PQ), 21 CFR Part 820
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026
Verifikation und Validierung sind keine abschließende Testkampagne, sondern ein durchgängiger Nachweis: Verifikation belegt, dass Produkt oder Prozess die festgelegten Anforderungen erfüllt; Validierung belegt, dass der bestimmungsgemäße Zweck unter Realbedingungen erreicht wird.
Branchen
Leistungen
V&V-Masterplan für Produktentwicklung oder Produktion mit definiertem Scope, Verantwortlichkeiten, Akzeptanzkriterien und Zeitplan. Deliverable: freigegebener Masterplan, der die V&V-Aktivitäten den regulatorischen Anforderungen nach ISO 13485:2016 zuordnet.
Impact Assessment bei Prozessänderungen, Lieferantenwechsel oder Standortverlagerung. Deliverable: dokumentierte Bewertung mit zielgerichtetem Revalidierungsumfang, der den geänderten Bereich abdeckt, ohne intakte Prozesse pauschal neu zu validieren.
Wie wir zusammenarbeiten
Bei Verifikation und Validierung entscheidet sich alles an den Akzeptanzkriterien, und die entstehen zu oft erst nach dem Test. Der V&V-Plan muss vor der ersten Protokollausführung stehen, weil er aus den Design Inputs und Prozessanforderungen die Akzeptanzkriterien ableitet. Erst danach lässt sich eine Traceability Matrix aufbauen, die jeden Testfall eindeutig auf eine Anforderung zurückführt.
Wird zuerst getestet, entsteht eine Matrix, die im Nachhinein gefüllt wird. An den unbelegten oder doppelten Zuordnungen setzt die Prüfung der Benannten Stelle nach EU 2017/745 (MDR) oder die Inspektion nach den GMP-Anforderungen an.
Zwischen Verifikation und Validierung klafft die nächste Lücke: Für Prozesse, deren Ergebnis nicht vollständig durch End-of-line-Tests prüfbar ist, etwa Sterilisation, Abfüllung und Schweißen, verlangt Annex 15 des EU GMP-Leitfadens die Prozessvalidierung mit IQ, OQ, PQ.
Bei jeder späteren Änderung entscheidet ein Impact Assessment über den Revalidierungsumfang, damit der geänderte Bereich abgedeckt wird, ohne intakte Prozesse pauschal neu zu validieren.
Unser Vorgehen
Schritt
Ergebnis
V&V-Planung
Freigegebener V&V-Masterplan mit Scope, Akzeptanzkriterien und Verantwortlichkeiten, abgeleitet aus Design Inputs und Prozessanforderungen.
Traceability aufbauen
Traceability Matrix, die jede Anforderung mit einem konkreten Testfall verknüpft, bevor Protokolle ausgeführt werden.
Verifikation & Validierung ausführen
Ausgeführte Design-V&V- und Prozessvalidierungsprotokolle (IQ, OQ, PQ) mit dokumentierten Ergebnissen gegen die Akzeptanzkriterien.
Review & Freigabe
Geprüfte und freigegebene V&V-Reports, Abweichungen bewertet und abgeschlossen.
Änderungssteuerung & Revalidierung
Impact Assessment je Änderung, zielgerichteter Revalidierungsumfang festgelegt und durchgeführt.
Typische Stolperfallen
Der V&V-Plan entsteht erst, wenn die Entwicklung fast abgeschlossen ist.
Dann sind Design Inputs und Akzeptanzkriterien nicht mehr sauber ableitbar, und die Testkampagne misst gegen Annahmen statt gegen festgelegte Anforderungen. Das ist der häufigste Grund, warum V&V-Nachweise im Audit nicht tragen.
Die Traceability zwischen Testfällen und Design Inputs fehlt oder ist nachträglich konstruiert.
Die Benannte Stelle nach EU 2017/745 (MDR) verlangt den lückenlosen Bezug jeder Anforderung zu ihrem Nachweis; eine im Nachhinein gefüllte Matrix fällt durch unbelegte oder doppelte Zuordnungen auf.
Prozessvalidierung wird auf End-of-line-Tests reduziert.
Für Prozesse wie Sterilisation, Abfüllung oder Schweißen, deren Ergebnis nicht vollständig prüfbar ist, fordert Annex 15 des EU GMP-Leitfadens die Validierung mit IQ, OQ, PQ. Ein bestandener Endtest ersetzt sie nicht.
Verifikation und Validierung werden gleichgesetzt.
Wird nur verifiziert, dass Spezifikationen erfüllt sind, fehlt die Validierungsstufe, die ISO 13485:2016 verlangt.
Revalidierungen werden vergessen oder pauschal über die gesamte Produktion ausgerollt.
Ohne Impact Assessment wird entweder eine relevante Änderung nicht nachvalidiert oder es entsteht unnötiger Aufwand für Prozesse, die von der Änderung gar nicht betroffen sind.
Produktentwicklung & Regulatory Strategy
Im Erstgespräch ordnen wir Ihre Ausgangslage ein und sagen, was in Ihrem Fall zuerst zu klären ist. Unverbindlich, Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.
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