Pharma
- Was gilt
- Richtlinie 2001/83/EG setzt den Rahmen für Humanarzneimittel.
Wir prüfen ein Produktkonzept in Feasibility Studies technisch, regulatorisch und klinisch auf seine Machbarkeit, identifizieren Show-Stopper und liefern die Grundlage für die Go/No-Go-Entscheidung. Steht erst nach dem ersten Prototyp fest, dass das Konzept als höhere Klasse oder als Kombinationsprodukt einzustufen ist, verschiebt sich das Anforderungsprofil rückwirkend.
Überblick
Technische, regulatorische und klinische Machbarkeitsbewertung in einem Feasibility-Report · MDR (EU) 2017/745, IVDR (EU) 2017/746, ISO 14971, ISO 10993-1
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026
Eine Feasibility Study klärt vor der eigentlichen Entwicklung, ob ein Konzept technisch tragfähig, regulatorisch zulassungsfähig und klinisch belegbar ist.
Branchen
Leistungen
Bewertung der technischen Schlüsselrisiken über Material, Mechanik, Elektronik, Software und Biokompatibilität nach ISO 10993-1. Ergebnis ist eine dokumentierte Liste kritischer Unsicherheiten und Show-Stopper mit Empfehlung konkreter Go/No-Go-Kriterien für die Weiterentwicklung.
Frühe Einstufung des Konzepts unter MDR (EU) 2017/745, IVDR (EU) 2017/746 oder Arzneimittelrecht nach Richtlinie 2001/83/EG, inklusive Abgrenzung von Kombinationsprodukten. Deliverable ist eine regulatorische Roadmap mit Konformitätsbewertungsweg und identifizierten Showstoppern vor der Entwicklung.
Bewertung des klinischen Evidenzbedarfs und der verfügbaren Literaturbasis sowie Einschätzung der Machbarkeit klinischer Endpunkte. Liefert eine begründete Empfehlung zum klinischen Studienbedarf einschließlich First-in-Man-Entscheidungen.
Konsolidierter Feasibility-Report mit strukturierter Risikobewertung über alle drei Dimensionen und einer dokumentierten Go/No-Go-Empfehlung mit faktenbasierter Argumentation für Management und Investoren.
Wie wir zusammenarbeiten
Eine Feasibility Study beantwortet drei Fragen, von denen die erste die beiden anderen bereits einschränkt. Zuerst steht die regulatorische Einstufung: Ob ein Konzept unter die MDR (EU) 2017/745, die IVDR (EU) 2017/746 oder das Arzneimittelrecht nach Richtlinie 2001/83/EG fällt, oder ob es als Kombinationsprodukt mehrere Regime berührt, rahmt alles, was danach kommt.
Erst auf dieser Grundlage lassen sich die technischen Schlüsselrisiken sinnvoll bewerten, weil Klassifizierung und Nachweispflichten festlegen, welche Materialeigenschaften, welche Software-Anforderungen und welche biologische Beurteilung nach ISO 10993-1 überhaupt relevant sind. Zuletzt folgt der klinische Evidenzbedarf, der ohne die regulatorische Rahmung nicht belastbar einzuschätzen ist.
Der Engpass entsteht in der Regel dort, wo diese Reihenfolge durchbrochen wird. Wird zuerst entwickelt und erst danach klassifiziert, sind Designentscheidungen bereits getroffen, wenn die regulatorischen Anforderungen sichtbar werden, und müssen rückwirkend revidiert werden.
Das macht eine strukturierte Bewertung wertvoll: Sie zieht die teuren Erkenntnisse nach vorne, ordnet die Schlüsselrisiken nach der Logik des Risikomanagements nach ISO 14971 und prüft sie gegen vorab definierte Go/No-Go-Kriterien, bevor Entwicklungsbudget gebunden wird.
Das Ergebnis ist keine optimistische Annahme im Businessplan, sondern eine an überprüfbaren Schwellen gemessene Entscheidung.
Unser Vorgehen
Schritt
Ergebnis
Konzept- und Zielbild-Aufnahme
Dokumentierte Beschreibung des Produktkonzepts, der Zweckbestimmung und der zu beantwortenden Machbarkeitsfragen.
Regulatorische Einstufung
Bestätigtes regulatorisches Regime (MDR, IVDR oder Arzneimittel), Konformitätsbewertungsweg und identifizierte regulatorische Show-Stopper.
Technische Risikobewertung
Priorisierte Liste technischer Schlüsselrisiken inklusive Biokompatibilität nach ISO 10993-1 und kritischer Unsicherheiten.
Klinische Evidenzbewertung
Eingeschätzter klinischer Evidenzbedarf und Empfehlung zum Studienbedarf einschließlich First-in-Man.
Feasibility-Report & Empfehlung
Konsolidierter Report mit Risikobewertung und dokumentierter Go/No-Go-Empfehlung samt Begründung.
Typische Stolperfallen
Die regulatorische Einstufung wird auf später vertagt.
Stellt sich erst nach dem ersten Prototyp heraus, dass das Konzept unter die MDR (EU) 2017/745 oder die IVDR (EU) 2017/746 in einer höheren Klasse fällt, ändert sich das Anforderungsprofil rückwirkend und Design-Entscheidungen müssen revidiert werden.
Kombinationsprodukte werden eindimensional gedacht.
Ein Konzept, das Arzneimittel nach Richtlinie 2001/83/EG und Medizinprodukt verbindet, berührt zwei Regime gleichzeitig; wird nur eines betrachtet, fehlen in der Machbarkeitsbewertung ganze Anforderungsblöcke.
Biokompatibilität wird als Detailfrage behandelt.
Bei körperberührenden Produkten kann die biologische Beurteilung nach ISO 10993-1 ein Material zum Show-Stopper machen; wird sie erst in der Entwicklung geprüft, sind Materialfestlegungen bereits getroffen.
Der klinische Evidenzbedarf wird unterschätzt.
Wird angenommen, vorhandene Literatur genüge, und zeigt sich später ein Bedarf an eigenen klinischen Daten, fehlt die Zeit dafür, und der Businessplan basiert auf einer zu optimistischen Annahme.
Es werden keine Go/No-Go-Kriterien vor der Bewertung festgelegt.
Ohne vorab definierte Schwellen wird das Ergebnis interpretierbar, und ein Konzept wird weiterentwickelt, obwohl die Machbarkeit nicht belegt ist.
Produktentwicklung & Regulatory Strategy
Im Erstgespräch ordnen wir Ihre Ausgangslage ein und sagen, was in Ihrem Fall zuerst zu klären ist. Unverbindlich, Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.
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