Pharma
- Was gilt
- EudraLex Volume 4 (EU-GMP-Leitfaden), die GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 und 21 CFR Part 211 setzen den Rahmen.
Wir begleiten Käufer, Verkäufer und Investoren durch M&A und PMI: regulatorische Due Diligence, QMS-Integration und die Übertragung von Zulassungen und Zertifikaten auf den neuen Inhaber. Werden Zulassungsübertragung, QMS-Integration und Behördenkommunikation nicht früh und parallel aufgesetzt, entsteht nach dem Closing eine Phase ohne gültige Verantwortlichkeiten.
Überblick
Begleitung von Käufern, Verkäufern und Investoren über den gesamten M&A-Prozess · GMP, ISO 13485:2016, EUDAMED-Übertragung
Zuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2026
Fusionen und Übernahmen in Life Sciences scheitern selten am Preis, sondern an regulatorischen Verbindlichkeiten, die in der Due Diligence nicht vollständig sichtbar werden und nach dem Closing den Integrationsaufwand bestimmen.
Branchen
Leistungen
Bewertung des Target auf regulatorische Risiken: Zulassungsstatus, QMS-Reife, offene Behördenkommunikation, CAPA-Backlog, laufende Inspektions-Findings und Produktrückrufe. Ergebnis ist ein strukturierter Red-Flag-Report als Grundlage für die Investitionsentscheidung.
Abgleich der QMS-Systeme beider Unternehmen auf Kompatibilität und Normen-Compliance nach ISO 13485:2016 oder ISO 9001 sowie EU-GMP. Ergebnis ist eine QMS-Integrationsstrategie mit Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und einem führenden Zielsystem.
Begleitung der Qualitätskultur-Integration: Alignment von Qualitäts-Policies, Trainingsprogrammen und Eskalationswegen beider Organisationen. Ergebnis ist ein dokumentierter Integrationsplan für die Quality Culture mit identifizierten Reibungspunkten und Gegenmaßnahmen.
Vorbereitung der Verkäuferseite: Aufbereitung des regulatorischen Datenraums, Bereinigung offener Findings und Strukturierung der übertragbaren Zulassungen und Zertifikate. Ergebnis ist ein belastbar dokumentierter regulatorischer Status, der Red Flags vor dem Prozess sichtbar macht.
Wie wir zusammenarbeiten
Bei Life-Sciences-Transaktionen entsteht das Risiko in den ersten Monaten nach dem Closing, lange nachdem der Vertrag unterschrieben ist. Die regulatorische Due Diligence macht zuerst sichtbar, welche Zulassungen, Zertifikate und offenen CAPA-Vorgänge tatsächlich übertragbar sind und welche an die Reife der Technischen Dokumentation oder die Zustimmung der Benannten Stelle gebunden sind.
Erst danach lässt sich die QMS-Integration planen: Welches der beiden nach ISO 13485:2016 oder EU-GMP betriebenen Systeme führt, entscheidet über jeden weiteren Schritt der Dokumentenlenkung. Bleibt diese Frage offen und laufen beide Systeme parallel weiter, entstehen widersprüchliche Prozesse, die im nächsten Überwachungsaudit als Abweichung auffallen.
Der kritische Engpass ist die Zulassungsübertragung. Variationsverfahren in der EU, Ownership Transfer bei der FDA und die EUDAMED-Aktualisierung nach EU 2017/745 und EU 2017/746 haben Vorlaufzeiten, die nicht erst nach dem Closing beginnen dürfen. Werden sie parallel zur operativen Integration aufgesetzt, bleibt die regulatorische Verantwortung für jedes Produkt durchgehend eindeutig zugeordnet.
Werden sie nachgelagert, entsteht eine Phase, in der ein Produkt formal weder beim Verkäufer noch beim Käufer betreut ist. Diese Lücke fällt in der nächsten Inspektion nach EudraLex Volume 4 oder 21 CFR Part 211 auf.
Diese Begleitung ist die Phase nach dem Closing. Der Überblick über alle vier Deal-Phasen, von der Due Diligence bis zur Exit-Vorbereitung, steht für Investoren.
Unser Vorgehen
Schritt
Ergebnis
Regulatorische Due Diligence
Red-Flag-Report mit bewerteten regulatorischen Risiken, CAPA-Backlog, offenen Findings und übertragungspflichtigen Zulassungen als Entscheidungsgrundlage.
QMS-Gap-Analyse
Bewerteter Kompatibilitätsstatus beider QMS nach ISO 13485:2016 oder EU-GMP, mit festgelegtem führendem Zielsystem.
Integrationsstrategie
QMS-Integrationsplan mit Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Reihenfolge der Zulassungsübertragungen.
Zulassungs- & Zertifikatsübertragung
Eingereichte Variations- und Ownership-Transfer-Anträge, aktualisierte EUDAMED-Einträge nach EU 2017/745 und EU 2017/746, informierte Benannte Stelle.
Post-Merger-Integration
Zusammengeführtes QMS unter Change Control, geschlossene Altlasten-CAPA, abgestimmte Behördenkommunikation.
Quality-Culture-Alignment
Harmonisierte Qualitäts-Policies und Trainingsstände, dokumentierte und bearbeitete Reibungspunkte.
Typische Stolperfallen
Die regulatorische Due Diligence prüft nur die formalen Zulassungen, nicht ihre Übertragbarkeit.
Ein gültiges Zertifikat nützt wenig, wenn die zugrunde liegende Technische Dokumentation lückenhaft ist oder die Benannte Stelle der Übertragung auf den neuen Inhaber nicht ohne erneute Bewertung zustimmt.
Die QMS-Integration startet ohne festgelegtes führendes System.
Werden zwei nach ISO 13485:2016 betriebene Systeme parallel weitergeführt, entstehen widersprüchliche Prozesse und doppelte Dokumentenlenkung, die im nächsten Überwachungsaudit als Abweichung auffallen.
Zulassungsübertragungen werden erst nach dem Closing begonnen.
Variationsverfahren und Ownership Transfer haben Vorlaufzeiten; ohne parallele Vorbereitung entsteht eine Phase, in der die regulatorische Verantwortung für ein Produkt formal weder beim Verkäufer noch beim Käufer eindeutig liegt.
EUDAMED-Aktualisierungen nach EU 2017/745 und EU 2017/746 werden übersehen.
Wechselt der Inhaber, müssen Akteurs- und Produktregistrierungen nachgezogen werden. Ohne diesen Schritt bleibt die Datenbank inkonsistent zum tatsächlichen Inhaber.
Die Altlasten-CAPA des Target wird nicht übernommen.
Offene CAPA-Vorgänge gehen mit dem Geschäft auf den Käufer über; werden sie bei der Integration nicht in das übernehmende QMS überführt, fehlt der Nachweis ihrer Bearbeitung in der nächsten Inspektion.
Supply Chain & Technical Operations
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FAQ
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