Pharma
- Was gilt
- EU-GMP-Leitfaden (EudraLex Volume 4, Teile I und II) ist der Prüfmaßstab, für Studien ICH E6, für Labore OECD GLP.
Wir simulieren im Mock-Audit Zertifizierungs- und Behördenaudits mit der Prüftiefe von Benannten Stellen, EMA und FDA: Eröffnung, Dokumentenprüfung, Begehung, Mitarbeiterbefragung, Abschluss. Unter Prüfungsdruck präsentieren untrainierte Mitarbeiter korrekte Sachverhalte falsch, und das fällt nur in einer realistischen Generalprobe auf, nicht in der Selbstbewertung.
Überblick
Auditoren mit Erfahrung aus Benannten Stellen und Behörden · ISO 13485:2016, EU-GMP-Leitfaden, ICH E6
Zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026
Auditversagen hat selten eine einzelne Ursache. Es hat strukturelle Ursachen, die in der Selbstbewertung unsichtbar bleiben und erst unter dem Prüfungsdruck eines externen Auditors sichtbar werden.
Branchen
Leistungen
Gemeinsame Festlegung von Audit-Umfang, Normen (ISO 13485:2016, EU-GMP, ICH E6), Audit-Typ (Zertifizierung, Überwachung, Behördeninspektion), Standorten und Abteilungen. Deliverable: schriftlicher Audit-Plan mit Zeitplanung, bewusst ohne Vorabinformation an die geprüften operativen Teams.
Vollständige Simulation mit Eröffnungsgespräch, Dokumentenprüfung, Raumbegehung, Mitarbeiterbefragung und Abschlussgespräch in der Prüftiefe externer Stellen. Deliverable: dokumentierter Auditverlauf mit Audit-Trail der geprüften Nachweise und befragten Funktionen.
Optionaler Closing-Audit nach Umsetzung der CAPAs: Wirksamkeitsprüfung der implementierten Maßnahmen und letzter Qualitätscheck vor dem eigentlichen Termin. Deliverable: dokumentierte Freigabe der Auditbereitschaft oder Liste der verbleibenden offenen Punkte.
Vorbereitung der Funktionen, die im Audit befragt werden, auf Fragetechnik, Eskalationsverhalten und das Verhalten bei unangekündigten Inspektionen. Deliverable: Trainingsnachweis und abgestimmte Verhaltensregeln für Eröffnung, Begehung und Befragung.
Wie wir zusammenarbeiten
Ein Mock-Audit ist eine Generalprobe, und sein Wert hängt am Termin. Er muss früh genug liegen, dass die wirklich teuren Findings, Critical und Major, vor dem echten Termin nicht nur erfasst, sondern wirksam geschlossen werden können. Liegt er zu spät, dokumentiert er die Lücke nur, statt sie zu beseitigen.
Der Engpass eines Mock-Audits ist selten die Dokumentenprüfung. Fehlende Nachweise lassen sich nachreichen; was unter Prüfungsdruck kippt, ist die Mitarbeiterbefragung und die Begehung, weil dort ein korrekter Sachverhalt durch eine untrainierte Darstellung den falschen Eindruck erzeugt. In den Mock-Audits, die Entourage begleitet, entstehen die meisten vermeidbaren Findings im Gespräch, nicht im Dokument.
Weil eine untrainierte Darstellung korrekter Sachverhalte diesen falschen Eindruck erzeugt, darf der geprüfte Bereich nicht vorgewarnt werden: Ein angekündigter Mock-Audit prüft den Aufräumzustand, nicht die reale Auditbereitschaft.
Aufschlussreich ist es, im Mock-Audit jede Dokumentanforderung mit Uhrzeit zu protokollieren, von der Frage des Auditors bis zur Vorlage im Front Room. Lange Wege zeigen, wo Ablage, Zugriffsrechte oder die Rollen im Back Room nicht passen, und lassen sich vor dem Termin verkürzen. In der echten Inspektion wirkt dieselbe Verzögerung auf den Inspektor wie Unsicherheit.
Ebenso wichtig ist die Reihenfolge nach dem Befundbericht. Findings nach Critical, Major, Minor und Observation zu klassifizieren ist nur der Anfang; entscheidend ist, dass die Folgemaßnahmen über das CAPA-System laufen und auf Wirksamkeit geprüft werden, bevor die externe Stelle erscheint. Ein als erledigt markierter, aber unwirksamer Punkt wiegt im echten Audit schwerer als das offene Finding.
Der Befundbericht taugt auch als Probe für die Antwort an die Behörde. Nach einer FDA-Inspektion bleiben 15 Arbeitstage, wenn die Antwort auf das Formblatt FDA 483 noch vor der Entscheidung über einen Warning Letter geprüft werden soll; in der EU folgt die Stellungnahme zum Berichtsentwurf (siehe Inspection Readiness). Wer auf den Mock-Bericht im selben Zeitfenster antwortet, sieht, ob Ursachenanalyse und Freigabeweg in drei Wochen tragen.
In der Arzneimittelherstellung darf die Überwachungsbehörde nach § 64 Abs. 3 AMG erforderlichenfalls unangemeldet inspizieren. Bei Medizinprodukten und IVD auditiert die Benannte Stelle nach Anhang IX Abschnitt 3.4 von MDR und IVDR mindestens einmal alle fünf Jahre unangekündigt, nach einem Plan, den sie dem Hersteller nicht mitteilt.
Wer Auditbereitschaft nur vor bekannten Terminen herstellt, hält den Zustand dazwischen nicht, und der optionale Closing-Audit wird dann zur einzigen belastbaren Freigabe vor dem Ernstfall.
| Merkmal | Internes Audit | Mock-Audit |
|---|---|---|
| Grundlage | ISO 13485:2016, wiederkehrender QM-Bestandteil | Generalprobe für einen konkreten externen Termin |
| Ankündigung | in der Regel angekündigt | ohne Vorwarnung an die operativen Teams |
| Fokus | QM-Systematik | Verhalten unter Prüfungsdruck, Prüftiefe einer externen Stelle |
Unser Vorgehen
Schritt
Ergebnis
Scope & Planung
Abgestimmter Audit-Plan: Normen, Audit-Typ, Standorte, Abteilungen und Zeitfenster festgelegt; operative Teams nicht vorgewarnt.
Durchführung
Vollständig simuliertes Audit von der Eröffnung bis zum Abschlussgespräch, in der Prüftiefe der zuständigen externen Stelle.
Befundbericht
Audit-Bericht mit nach Critical, Major, Minor und Observation klassifizierten Findings und Normbezug je Finding.
CAPA-Planung
Priorisierte CAPA-Liste mit zugeordneten Verantwortlichkeiten und Terminen, anschlussfähig an das bestehende CAPA-System.
Umsetzung & Closing-Audit
Wirksamkeitsgeprüfte Maßnahmen und dokumentierte Freigabe der Auditbereitschaft vor dem realen Termin.
Typische Stolperfallen
Der Mock-Audit wird zu spät angesetzt.
Liegt er kurz vor dem Termin, bleibt keine Zeit, identifizierte Major- oder Critical-Findings wirksam zu schließen; der Mock-Audit dokumentiert dann nur die Lücke, statt sie zu beseitigen.
Die geprüften Teams werden vorgewarnt.
Wird der Mock-Audit angekündigt und vorbereitet, prüft er den Aufräumzustand statt der realen Auditbereitschaft. Gerade die Lücke, die im unangekündigten oder kurzfristig angekündigten Audit auffällt, bleibt dann verdeckt.
Findings werden geschlossen, aber nicht auf Wirksamkeit geprüft.
Eine CAPA gilt erst als abgeschlossen, wenn ihre Wirkung belegt ist; ein als erledigt markierter, aber unwirksamer Punkt wiegt im echten Audit schwerer als das offene Finding.
Der Scope deckt nicht ab, was die externe Stelle tatsächlich prüft.
Wer nur die Dokumentenprüfung simuliert und Begehung sowie Mitarbeiterbefragung auslässt, übt nicht die Situation, in der ein erheblicher Teil der Findings entsteht.
Auditbereitschaft wird als Projekt behandelt.
Nach Art. 111 der Richtlinie 2001/83/EG und Anhang IX der MDR (EU) 2017/745 sind unangekündigte Inspektionen und Audits möglich; wer nur punktuell vor einem bekannten Termin probt, hält den Zustand zwischen den Audits nicht.
Qualitätsmanagement & Compliance
Im Erstgespräch ordnen wir Ihre Ausgangslage ein und sagen, was in Ihrem Fall zuerst zu klären ist. Unverbindlich, Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.
FAQ
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